1 Million Tierarten
500 000 Pflanzenarten
Unter Evolution versteht man den Werdegang und die Entstehung
der Mannigfaltigkeit der Lebewesen.
Sie liefert Erklärung über:
Entwicklung bis zu Darwin.
Bis zum Ende des 18. JHD galt in der Biologie die Unveränderlichkeit der Arten.
Katalogisierte Tiere und Pflanzen in einheitlichem System auf Grund ihrer Bauähnlichkeit
Begründete Ende des 18. JHD die Paläontologie (Lehre von den Lebewesen der Vorzeit)
Entdeckte, das die Vordergliedmaßen bei Wirbeltieren immer die gleichen Baueinheiten besitzen:
„ Organe die äußerlich und nach ihren Funktionen verschieden sind, aber auf die gleiche Grundform zurückgehen nennt man homolog“
Mit dieser Erkenntnis rekonstruierte Cuvier Skelette und stellte die Theorie auf, dass in den verschiedene geologischen Epochen ganz verschiedene Formen von Tieren gelebt haben, die dann zum größten Teil durch Naturkatastrophen zerstört wurden. Dies schaffte Platz für neue, kompliziertere Neuschöpfung.
Er widerlegte die Katastrophentheorie von Cuvier durch seine Aktualitätshypothese: Veränderungen des Erdbildes verlaufen stetig und nicht nur punktuell durch weltumfassende Katastrophen.
Erklärte in seinem Buch „Philosophie zoologique“ (1809) durch die Homologie von Organen, dass es eine Stammesentwicklung der heutigen Arten gibt. Er wurde zum Begründer der Evolutionstheorie. Seiner Meinung nach paßten sich die Arten an ihre Umwelt durch den Gebrauch und Nichtgebrauch von Organen an und vererbten diese individuelle Anpassung auf die Nachkommen. Lamarck ging von einem inneren Bedürfnis (psychischer Trieb) aus.
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Auf der heutigen Wissensgrundlage gehen die Eigenschaften von Tieren auf die Umwelteinflüsse zurück (Modifikationen).
Er zeigte, dass die Population anwächst, aber durch die Begrenztheit der Nahrung und Krankheitenkonstant gehalten wird.
Durch Sammeln von Informationen bei seiner fünfjährigen Weltreise vermehrte er die Hinweise auf eine Stammesentwicklung. In seinem Buch "On the origin ofspecies by means ofnatural selection" lieferte er außerdem eine Darstellung der Ursachen für die Evolution der Organismen.
Zu seiner Ursachenerkärung gelangte Darwin durch die Beobachtung von Tierzüchtungen, bei der eine Auswahl (Selektion) durch den Züchter erfolgt. Aus der Anwendung von Malthus Untersuchungen folgte seine Selektionstheorie.
Im "struggle for life" (Kampf ums Dasein) überlebten nur die bestimmte angepaßtesten Individuen (survival of the fittest), Dieser Begriff wurde oft mißverstanden, damit ist dasjenige Individuumgemeint, das die meisten Nachkommen hat und nicht das Recht des Stärkeren (Sozialdarwinismus).
Wettbewerb gibt es innerhalb einer Art und wenn mehrere Arten die selbe Ökologische Nische besetzen. Hierbei überlebt nur wer am besten angepasst ist. Dies führt auch zur Umbildung der Arten (natural selection). Die Evolutionstheorie liefert Erklärung für die Homologien, aber auch dafür, dass in manchen Fällen die Anpassung weniger zweckmäßig erscheint.
Er lieferte ähnliche V orstellungen, wie Darwin.
Das Buch von Darwin löste in der gesamten Kulturwelt eine heftige Anteilnahme an der Auseinandersetzung der Evolutionstheorie aus, In Deutschland waren es vor allem Ernst Haeckel (1834 - 1919) und August Weismann (1834 - 1914), die dem Evolutionsgedanken zum Durchbruch verhalfen.
Im 20. Jhd vertiefte die Genetik durch die Entdeckung der Gene den Einblick in die Evolution. Der Bauplan muss also in den Genen gespeichert sein und, da Genübertragungen zwischen verschiedenen Arten normalerweise nicht stattfinden, erklärt dies die gemeinsamen Ahnen.
Weitere wichtige Namen in der modernen Erklärung des Evolutionsvorgangs sind:
Fisher und Sewall- Wright (Populationsgenetik), Oparin (experimentelle Erklärun der Entstehung des Lebens), Eigen (physikochemische Theorie der Lebensentstehung)
Die Evolution oder Stammesentwicklung (Phylogenese) ist die Wissenschaft, die sich mit folgenden Fragen beschäftigt:
Neben Charles Darwin (1809- 1882) entwickelte gleichzeitig ein weiterer britischer Naturwissenschaftler Russel Alfred Wallace (1823- 1913) die selbe Theorie, wie Darwin. Während einer Reise nach Indonesien zum Zwecke des Sammelns von Pflanzen und Tieren kam ihm beim Studieren des „Essay of Population“ Thomas Malthus (1766- 1834) dieser Gedanke und er verfaßte einen Artikel (1858) „Survival of the Fittest“ und schickte ihn nach England. Nachdem Darwin diesen Artikel von dem Vorsitzenden des Journal of Science, Lyonel Smith und Georges Lyell, die beide mit Darwin gut bekannt waren, erhalten hatte, veröffentliche er schleunigst einen Auszug seiner Gedanken, gleichzeitig mit Wallace in diesem Journal.
Ähnlich wie Darwin arbeitete Wallace sein Werk aus und nannte es „Contributions to the Theory of Natural Selection“. Das neue an der Theorie von Wallace und Darwin war, dass sie einen natürlichen Grund für die Evolution fanden, die natürliche Auslese (Selektionstheorie). Beide Naturwissenschaftler zogen bereits den Menschen mit in die Überlegungen zur Evolution ein und sagten, dass der Mensch sich aus dem Tierreich entwickelt habe.
In Deutschland griff Ernst Haeckle die Theorie Darwins auf und wurde ihr eifrigster Verfechter. Er brachte auch in seiner Argumentation auf Grund seiner persönlichen Einstellung und seiner leidenschaftlichen Diskussionsfreude die antikirchliche Tendenz in die Evolutionslehre ein. Er schrieb zwei wichtige Werke 1866 „Die generelle Morphologie der Organismen“ und 1868 „Die Natürliche Schöpfungsgeschichte“. Er stelle auch das biogenetische Grundgesetz auf:
Jedes Lebewesen wiederholt in seiner Onthogenese (individuelle Entwicklung) die wichtigsten Stadien der Stammesentwicklung.
Heute steht man diesem kritisch gegenüber.